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Bakterien als Neurodermitis-Therapie?

Eine neue Bakterien-Therapie könnte Menschen, die unter der entzündlichen Hautkrankheit Neurodermitis leiden, vielleicht bald Linderung verschaffen. Darauf deuten erste Ergebnisse einer frühen klinischen Studie US-amerikanischer Forscher hin.

Eine neue Bakterien-Therapie könnte Menschen, die unter der entzündlichen Hautkrankheit Neurodermitis leiden, vielleicht bald Linderung verschaffen. Darauf deuten erste Ergebnisse einer frühen klinischen Studie US-amerikanischer Forscher hin.

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Das Aufsprühen einer Lösung mit lebenden Roseomonas mucosa-Bakterien, die natürlicherweise auf der menschlichen Haut zu finden sind, war für Kinder und Erwachsene mit Neurodermitis sicher und verbesserte die Schwere der Krankheit. Wie die Forscher im Fachblatt JCI Insight berichten, gingen die typischen Symptome im Laufe der Behandlung bei vier der fünf Kinder und sechs der zehn Erwachsenen um die Hälfte zurück. Frühere Untersuchungen an Mäusen hatten ebenfalls darauf hingedeutet, dass von gesunder Haut gesammelte Bakterien die Krankheitssymptome bei Neurodermitis lindern können. Um herauszufinden, wie effektiv die neue Therapie tatsächlich ist, seien noch weitere, größer angelegte Studien nötig, die den Erfolg der Bakterien-Therapie mit dem einer Scheinbehandlung vergleichen, so die Wissenschaftler.

Die Ursachen von Neurodermitis sind bislang noch unbekannt. Es gibt jedoch Hinweise, dass der Bakteriengemeinschaft auf der Haut eine Schlüsselrolle zukommen könnte. Schon länger wissen Forscher, dass bei Menschen mit Neurodermitis das Bakterium Staphylococcus aureus vermehrt auf der Haut anzutreffen ist. Dieses Bakterium verursacht Hautinfektionen und löst Immunreaktionen aus, die Entzündungen ankurbeln und die typischen Symptome auslösen. "Indem wir Bakterien von Gesunden auf die Haut von Menschen mit atopischem Ekzem aufbringen, versuchen wir, das Mikrobiom der Haut so zu verändern, dass Symptome gelindert und Betroffene von dem Druck einer dauerhaften Therapie befreit werden", sagt Ian Myles vom National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID).

HH

Quelle: DOI 10.1172/jci.insight.120608

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