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Darmflora mischt bei Arterienverkalkung mit

Dass die Bakteriengemeinschaft im Darm für eine ganze Reihe von Prozessen außerhalb des Darms eine Rolle spielt, wird immer deutlicher. Jetzt fanden kanadische Wissenschaftler einen neuen Zusammenhang zwischen der Darmflora und Arteriosklerose.

Dass die Bakteriengemeinschaft im Darm für eine ganze Reihe von Prozessen außerhalb des Darms eine Rolle spielt, wird immer deutlicher. Jetzt fanden kanadische Wissenschaftler einen neuen Zusammenhang zwischen der Darmflora und Arteriosklerose.

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Bei Studienteilnehmern mit Arteriosklerose, die keine der typischen Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht oder Bluthochdruck aufwiesen, waren höhere Konzentrationen giftiger Stoffwechselprodukte im Blut nachweisbar, die von Darmbakterien produziert werden. Dies berichten Forscher um Dr. David Spence, Professor an der der University of Western Ontario, im Fachblatt Atherosclerosis. Die Unterschiede zu anderen Studienteilnehmern seien nicht mit der Ernährung oder der Nierenfunktion zu erklären, was auf einen Unterschied in der Zusammensetzung der Darmbakterien hindeute. Ihre Erkenntnisse öffneten die Tür zu neuen Therapieoptionen für Menschen, bei denen sich aus nicht geklärten Gründen Ablagerungen in den Arterien bilden. Letztlich könne es vielleicht möglich sein, die Entstehung dieser Giftstoffe mit Probiotika zu verhindern und so Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen.

Um die Rolle der Darmflora bei der Entstehung von Arteriosklerose auf die Spur zu kommen, hatten die Forscher die von den Darmbakterien stammende Menge an Stoffwechselprodukten im Blut verschiedener Patientengruppen untersucht: eine Gruppe mit Plaques-Ablagerungen, wie sie aufgrund ihrer Risikofaktoren zu erwarten waren, eine Gruppe, die trotz bestehender Risikofaktoren vor Arteriosklerose geschützt waren und eine Gruppe mit Teilnehmern, bei denen sich trotz fehlender Risikofaktoren größere Mengen an Plaques gebildet hatten. Die Forscher hatten die Menge an Giftstoffen wie Trimethylamine-N-Oxide (TMAO), P-Cresylsulfat oder Phenylacetylglutamin im Blut der Teilnehmer untersucht und die Bildung von Plaques in der Halsschlagader mittels Ultraschall gemessen.

HH

Quelle: DOI 10.1016/j.atherosclerosis.2018.04.015

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