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Endlich heim: Wie es nach der Entlassung weitergeht

Schön, dass Sie wieder nach Hause dürfen! Doch wie geht es nach der Entlassung weiter? Was Patienten wissen müssen

 

Endlich heim: Wie es nach der Entlassung weitergeht

Schön, dass Sie wieder nach Hause dürfen! Doch wie geht es nach der Entlassung weiter? Was Patienten wissen müssen

von Dagmar Fritz, 27.06.2018

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was organisiert das ­Krankenhaus für mich? 

Rechtlich sind Krankenhäuser verpflichtet, eine Anschlussversorgung für den Patienten zu organisieren. "Damit das gut funktioniert, klärt ein Mitarbeiter in der Regel anhand eines Fragebogens den Unterstützungsbedarf nach dem Klinikaufenthalt", erläutert Sibylle Kraus, Leitung Sozialdienst und Case Management in den Alexianer St.-Hedwig-Kliniken Berlin und Vorstandsmitglied der Deutschen Vereinigung für die Soziale Arbeit im Gesundheitswesen. Dabei geht es um Fragen wie: Gibt es Angehörige, die sich um den Patienten kümmern? Ist ein Pflegebett oder eine ambulante Pflege nötig? 

Was organisiert das ­Krankenhaus für mich? 

Rechtlich sind Krankenhäuser verpflichtet, eine Anschlussversorgung für den Patienten zu organisieren. „Damit das gut funktioniert, klärt ein Mitarbeiter in der Regel anhand eines Fragebogens den Unterstützungsbedarf nach dem Klinikaufenthalt“, erläutert Sibylle Kraus, Leitung Sozialdienst und Case Management in den Alexianer St.-Hedwig-Kliniken Berlin und Vorstandsmitglied der Deutschen Vereinigung für die Soziale Arbeit im Gesundheitswesen. Dabei geht es um Fragen wie: Gibt es Angehörige, die sich um den Patienten kümmern? Ist ein Pflegebett oder eine ambulante Pflege nötig? 

 

 

 

 

 

Gilt das auch nach einer ambulanten Operation?

Nein. Rein rechtlich muss sich das Krankenhaus nur bei voll- oder teilstationärer Behandlung um die weitere Versorgung kümmern. 

Braucht die Klinik mein ­Einverständnis? 

Ja, denn das Krankenhaus darf Informationen über die Behandlung, die Medikation und die soziale Situ­ation nur an Ärzte oder Pflegeeinrichtungen weitergeben, wenn das schriftliche Einverständnis des Patienten vorliegt. Ist er selbst nicht mehr in der Lage zu entscheiden, muss ein Bevollmächtigter das Formular unterschreiben.

 

 

 

 

 

 

Wer ist der Ansprechpartner?

In den meisten Kliniken kümmert sich der Sozialdienst um das Entlassmanagement. Manche Häuser übertragen die Aufgabe an speziell ausgebildete Pflegekräfte. Damit genug Zeit für die Organisation bleibt, erfolgt das Gespräch am besten möglichst bald nach der Aufnahme. "Patienten und deren Angehörige sollten ­ruhig auch aktiv beim Pflegepersonal nach einem Gespräch mit dem Sozial­dienst fragen", rät Sibylle Kraus. 

Wer ist der Ansprechpartner?

In den meisten Kliniken kümmert sich der Sozialdienst um das Entlassmanagement. Manche Häuser übertragen die Aufgabe an speziell ausgebildete Pflegekräfte. Damit genug Zeit für die Organisation bleibt, erfolgt das Gespräch am besten möglichst bald nach der Aufnahme. „Patienten und deren Angehörige sollten ­ruhig auch aktiv beim Pflegepersonal nach einem Gespräch mit dem Sozial­dienst fragen“, rät Sibylle Kraus. 

 

 

 

 

 

Checkliste: Daran sollten Sie denkenDer Arzt im Krankenhaus ist verpflichtet, Sie am Tag der Entlassung über das weitere Vorgehen zu informieren. Falls das nicht passiert: Haken Sie nach!  Achten Sie darauf, dass man Ihnen einen Entlassbrief mitgibt – zur Not einen vorläufigen. Berufstätige brauchen möglicherweise eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Falls Sie drei oder mehr Medikamente bekommen: Die Klinik sollte Ihnen einen Medikationsplan aushändigen. Ihr Hausarzt und Ihre Apotheke führen den Plan fort.Der Klinikarzt gibt Ihnen ein Entlassrezept mit? ­Rufen Sie gleich in Ihrer Apotheke an, ob das ­Präparat in der richtigen Packungs­größe vorrätig ist.Verabreden Sie am besten noch in der Klinik ­einen Termin beim Hausarzt.  Bitten Sie Angehörige, Freunde oder Nachbarn, in den ersten Tagen nach Ihnen zu sehen. Auch wenn alles wieder gut ist: Man ist doch erschöpft!

 

 

 

 

 

 

Was ist, wenn ich zuhause alleine nicht klarkomme?

Grundsätzlich dauert der Aufenthalt nur so lange, wie es medizinisch erforderlich ist. Darüber entscheidet der Arzt. „Das Krankenhaus darf den Patienten aber erst entlassen, wenn die nachstationäre Versorgung sichergestellt ist“, beruhigt Sibylle Kraus. Gegebenenfalls sucht der Sozialdienst nach einer Alternative zur häuslichen Versorgung, etwa einem Platz in der Kurzzeitpflege.  

Wer zahlt das Taxi nach ­meiner Entlassung? 

Die Kasse übernimmt die Taxikosten, wenn eine Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus medizinischen Gründen nicht infrage kommt. Dazu stellt der Arzt einen Transportschein aus. Der Patient muss eine Zuzahlung leisten, abhängig von der Höhe der Kosten, höchstens zehn Euro.

 

 

 

 

 

Wie komme ich die ersten Tage an Medikamente?

Wie komme ich für die ersten Tage an Medikamente? 

Klinikärzte geben den ­Patienten für ein paar Tage Medikamente nach Hause mit, so die gängige Praxis. "Das hat den Vorteil, dass der Patient sofort versorgt ist", erläutert Dr. Hans-Albert Gehle, Oberarzt im Krankenhaus Bergmannsheil in Gelsenkirchen-Buer. Seit Kurzem können Klinikärzte auch Entlassrezepte ausstellen. In der Praxis hakt es aber noch, beobachtet Ariane von Bielin­ski von der Unabhängigen Patien­tenberatung Deutschland: "Manche Häuser machen von der Möglichkeit nur zurückhaltend Gebrauch. Vermutlich, weil Kliniken bei der Verordnung dem gleichen Wirtschaftlichkeitsgebot unterliegen wie der Hausarzt." Auch Apothekerin Tanja Franz aus Ansbach hatte bislang nur wenige Kunden mit Entlassrezept. Wichtig: "Entlassrezepte sind nur drei Werktage gültig", sagt sie. "Der Klinikarzt darf nur die kleinste Packungsgröße verschreiben. Sie soll für maximal eine Woche reichen."  

Klinikärzte geben den ­Patienten für ein paar Tage Medikamente nach Hause mit, so die gängige Praxis. „Das hat den Vorteil, dass der Patient sofort versorgt ist“, erläutert Dr. Hans-Albert Gehle, Oberarzt im Krankenhaus Bergmannsheil in Gelsenkirchen-Buer. Seit Kurzem können Klinikärzte auch Entlassrezepte ausstellen. In der Praxis hakt es aber noch, beobachtet Ariane von Bielin­ski von der Unabhängigen Patien­tenberatung Deutschland: „Manche Häuser machen von der Möglichkeit nur zurückhaltend Gebrauch. Vermutlich, weil Kliniken bei der Verordnung dem gleichen Wirtschaftlichkeitsgebot unterliegen wie der Hausarzt.“ Auch Apothekerin Tanja Franz aus Ansbach hatte bislang nur wenige Kunden mit Entlassrezept. Wichtig: „Entlassrezepte sind nur drei Werktage gültig“, sagt sie. „Der Klinikarzt darf nur die kleinste Packungsgröße verschreiben. Sie soll für maximal eine Woche reichen.“  

 

 

 

 

 

 

Woher kriege ich ein Rezept für Heil- und Hilfsmittel? 

Klinikärzte können Entlassrezepte für Hilfsmittel wie Pflegebetten, Rollatoren oder Sauerstoffgeräte ausstellen, falls der Patient sie gleich ­benötigt. Meist kümmert sich der ­Sozialdienst darum, dass die Hilfsmittel zur Entlassung bereitstehen. Ebenso können Klinik­ärzte für die ersten Tage Therapierezepte ausstellen, zum Beispiel für Physiotherapie. Auch dafür gibt es strikte Vorgaben. So ist Voraussetzung, dass eine Versorgung unmittelbar nach der Entlassung erforderlich ist und der Patient nicht selbst einen ambulanten Arzt aufsuchen kann, der die Therapie verordnet. 

Wie ist das mit Krankschreibungen? 

Berufstätigen Patienten kann die Klinik für maximal sieben Tage nach der Entlassung eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung mitgeben. „Das ist neu, und viele Kollegen wissen das noch nicht“, sagt Gehle. Deshalb sollte der Patient den Arzt bei Bedarf danach fragen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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