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Hautprobleme bei Diabetes

Jucken, Kratzen, Spannen: Was hinter Hautproblemen stecken kann und was Menschen mit Diabetes schnell hilft

 

Hautprobleme bei Diabetes

Jucken, Kratzen, Spannen: Was hinter Hautproblemen stecken kann und was Menschen mit Diabetes schnell hilft

von Cornelia Menner, 14.05.2018

 

 

 

 

Unsere Haut lässt es uns spüren, wenn etwas nicht stimmt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie angenehm ist es, wenn man sich wohl in seiner Haut fühlt, nichts spannt oder juckt. Dann hat unser größtes Organ mit seinen gewaltigen Ausmaßen von 1,5 bis 2 Quadratmetern einen guten Job gemacht. Hat die Temperatur des Körpers geregelt, ihn vor zu viel Wasserverlust geschützt und sich selbst schön geschmeidig gehalten.
Doch zum Beispiel nach einem langen Winter leiden viele unter Reibeisenhaut. Und das hat mehrere Gründe: "Die warm verpackte Haut kriegt zu wenig Feuchtigkeit ab, auch wenn es draußen nass und kalt ist", sagt Dr. Stefanie Kamann, Hautärztin aus Feldafing. Daheim in der gemütlich warmen Wohnung dörrt die trockene Heizungsluft die Haut zusätzlich aus. Da hilft nur: gegensteuern! Dann fühlen Sie sich bald wieder wohl in Ihrer Haut.

 

 

 

 

 

Den Blutzucker optimieren

Ein dauerhaft zu hoher Blutzucker schädigt bei Menschen mit Diabetes die Gefäße und Nerven. "Das hat auch Auswirkungen auf die Haut. Denn Schweiß- und Talgdrüsen werden in ihrer Funktion behindert", erklärt Kamann. Die Haut wird trockener. Das liegt auch am Flüssigkeitsverlust bei zu hohen Blutzuckerwerten. Der Säureschutzmantel, die Schutzbarriere auf der obersten Hautschicht, leidet. Eine gute Blutzucker-einstellung ist deshalb ebenso wichtig wie gute Hautpflege.

So sanft wie möglich reinigen

Sanft ist das Zauberwort für Reinigungsprodukte. Das bedeutet zunächst mal, dass sie alkoholfrei sein sollen (steht auf der Packung). Alkohol entzieht Fett und trocknet zusätzlich aus. Für das Reinigen des Gesichts gilt: "Produkte, die leicht rückfettend und feuchtigkeitsspendend sind, wirken optimal", empfiehlt Kamann. Reicht eigentlich auch Wasser zum Reinigen? "Durchaus, wenn man nicht geschminkt ist", weiß die Expertin. "Ich plädiere sowieso für ‚Weniger ist mehr‘ beim Reinigen."

 

 

 

 

 

Nichts für Heißduscher!

Auch wenn es komisch klingt: Langes Duschen oder Baden, vor allem mit heißem Wasser, trocknet die Haut zusätzlich aus. Beim Duschen gilt: möglichst kurz. Und nicht zu heiß. "Beim Baden sind 15 Minuten die Obergrenze", rät Dr. Kamann. Zur Sicherheit die Temperatur per Badethermometer checken, unter 35 Grad ist optimal. Badezusätze und Duschgele, die Öl enthalten, tun der Haut sehr gut. Steht "seifenfrei" oder "rückfettend" auf dem Dusch- oder Badeprodukt, freut sich Ihre schützende Hülle ebenfalls!  

Cremen, aber richtig!

Und nach dem Duschen oder Baden? Die Haut im Gesicht und am Körper nur sanft abtupfen, nicht kräftig rubbeln. Und innerhalb der nächsten fünf Minuten eincremen: "Dann sind die Poren noch offen und bereit für die Wirkstoffe", sagt Kamann. Das lohnt sich. "Feuchtigkeitscreme schützt die Haut bei Kälte und Wind zuverlässig vor dem Austrocknen", erklärt Dr. Margaret Parsons von der Hautklinik der University of California in Davis. Das zeigte sie in Studien, an denen Menschen mit Diabetes teilnahmen.

 

 

 

 

 

Wirkstoffe checken

Mit Soja, Nachtkerzenöl, Jojoba oder gleich mit Kaviar? In Hautcremes stecken zahllose Wirkstoffe. Sich da auszukennen, ist nicht ganz einfach. Für die trockene Haut von Menschen mit Diabetes gibt es laut Dermatologin Kamann jedoch klare Regeln: "Die Cremes sollten aus Gründen der Verträglichkeit frei von Parabenen, Farbstoffen und Mineralölen sein." Auf Kamanns Hitliste stehen körpereigene Stoffe, weil die Haut sie kennt und allergische Reaktionen selten sind. Harnstoff (Urea) oder Hyaluronsäure zum Beispiel, die beide viel Feuchtigkeit liefern. Oder Vitamin C und E, weil diese die Abwehrkräfte der Haut stärken. Nachtkerzen- oder Olivenöl sowie Omega-Fettsäuren gelten ebenfalls als gut verträglich. Und wie sieht es mit fetthaltigen Cremes aus? Dr. Kamann: "Zwar darf und sollte die Creme in der kalten Jahreszeit etwas gehaltvoller sein. Von reinen Fettsalben wie Vaseline rate ich aber ab."

 

 

 

 

 

 

Kampf dem Juckreiz

Bei Diabetes kann Juckreiz auch infolge einer schlechten Blutzuckereinstellung auftreten. "Bloß nicht kratzen", warnt die US-Dermatologin Dr. Parsons. "Denn dabei kann die Haut verletzt werden." Dann haben es Bakterien und Pilze leichter, einzudringen. So können ­Infektio­nen entstehen.  Wer unter quälendem ­Juckreiz leidet, sollte zum Hautarzt gehen. Er kann dagegen auch Spezialsalben ­verschreiben, etwa mit Glukokortikoiden. Sie lindern schlimmen Juckreiz rasch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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