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HPV-Impfung jetzt auch für Jungen

Humane Papillomviren (HPV) sind die häufigsten sexuell übertragenen Viren der Welt und können unter anderem für Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sein. Eine Impfung schützt vor den Viren, wurde bislang jedoch nur für Mädchen empfohlen. Das soll sich jetzt ändern: Die Ständige Impfkommission (STIKO) rät nun, auch Jungen gegen HPV impfen zu lassen.

Humane Papillomviren (HPV) sind die häufigsten sexuell übertragenen Viren der Welt und können unter anderem für Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sein. Eine Impfung schützt vor den Viren, wurde bislang jedoch nur für Mädchen empfohlen. Das soll sich jetzt ändern: Die Ständige Impfkommission (STIKO) rät nun, auch Jungen gegen HPV impfen zu lassen.

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In einer Vorabinformation teilte die STIKO mit, dass die HPV-Impfung jetzt auch für alle Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren empfohlen wird. Versäumte Impfungen sollten spätestens bis zum 18. Lebensjahr nachgeholt werden. Die HPV-Impfempfehlung für Mädchen bleibt unverändert: Auch hier gilt, die HPV-Impfung für Mädchen im Alter von 9 bis einschließlich 14 Jahren empfohlen wird.

Dass bisher nur Mädchen geimpft wurden, liegt daran, dass die Viren vor allem mit der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs in Verbindung gebracht werden. Doch die HP-Viren können auch Penis- oder Analkrebs auslösen, sind für Tumoren im Mund- und Rachenraum sowie für Feigwarzen verantwortlich. Die Erreger sind also nicht nur für Frauen gefährlich, sondern auch für Männer. "Werden nun auch Jungen gegen HPV immunisiert, kann die Infektionskette unterbrochen werden. Es profitieren also nicht nur die Geimpften selbst sondern letztendlich alle, wenn es weniger Ansteckungen und Erkrankungen gibt", sagt Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse (TK).

Voraussichtlich Anfang 2019 wird der rechtswirksame Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) vorliegen und die HPV-Impfung für Jungen in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen. Einige Krankenkassen, wie beispielsweise die TK, haben schon jetzt reagiert und übernehmen freiwillig die Kosten für die Impfung. Die Entscheidung für oder gegen eine HPV-Impfung wird gemeinsam mit einem Arzt getroffen.

Die HPV-Impfung wird verhältnismäßig wenig in Anspruch genommen. Laut Epidemiologischem Bulletin des Robert Koch Instituts aus dem Januar 2018 waren Ende 2015 nur ein Drittel der fünfzehnjährigen Mädchen (31,3 Prozent) vollständig geimpft.

NK

Quelle: Vorabinformation der STIKO

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