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Kind: Honig hilft bei verschluckter Knopfzelle

Sie sind klein, rund und glänzen: Knopfbatterien reizen die Neugier von Kleinkindern. Hin und wieder kommt es vor, dass eine solche in den Mund wandert und versehentlich verschluckt wird. Das ist nicht harmlos, warnen Experten. Ein einfaches und süßes Haushaltsmittel könnte jedoch möglicherweise helfen, Komplikationen zu verhindern: Honig.

Sie sind klein, rund und glänzen: Knopfbatterien reizen die Neugier von Kleinkindern. Hin und wieder kommt es vor, dass eine solche in den Mund wandert und versehentlich verschluckt wird. Das ist nicht harmlos, warnen Experten. Ein einfaches und süßes Haushaltsmittel könnte jedoch möglicherweise helfen, Komplikationen zu verhindern: Honig.

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Honig könnte, nachdem eine Knopfbatterie verschluckt wurde, die Gefahr für schwere Verletzungen bei kleinen Kindern verringern. Zu diesem Ergebnis, das online im Fachblatt Laryngoscope veröffentlicht wurde, kamen US-Mediziner durch Versuche mit Schweinen. Reagiert eine Knopfbatterie mit Speichel und Gewebe der Speiseröhre, entstehe eine hydroxidreiche, alkalische Lösung, die Gewebe auflösen und zerstören könne. Bleibt eine Knopfzelle in der Speiseröhre stecken, kann dies zu Symptomen wie Halsschmerzen, Husten, Fieber, Schluckschwierigkeiten und lauten Atemgeräuschen führen. Schwerere Komplikationen können eine Schädigung der Speiseröhre, Stimmbänder, Atemwege oder größeren Blutgefäße sein. Je länger es dauert, die Batterie zu entfernen, desto höher ist das Risiko für Kinder, so die Forscher.

Auf der Suche nach einer Flüssigkeit, die eine schützende Barriere zwischen dem Gewebe und der Batterie bilden und das stark alkalische Milieu neutralisieren könnte, testeten die Forscher alle möglichen Substanzen. Darunter einige, die in vielen Haushalten vorkommen: zum Beispiel Säfte, Limonaden und Sportgetränke. Honig und Sucralfat, ein Medikament, das als Schutz von Schleimhäuten etwa des Magens eingesetzt wird, stellten sich bei den Versuchen als die vielversprechendsten Substanzen heraus. Sie bewirkten, dass Verletzungen lokal begrenzter und oberflächlicher waren, sagt Studienautor Kris R. Jatana vom Nationwide Children's Hospital in Columbus.

Aufgrund ihrer Ergebnisse empfehlen die Forscher Eltern und Ärzten, Kindern, die eine Knopfbatterie verschluckt haben, in regelmäßigen Intervallen Honig zu verabreichen, bevor die Batterie im Krankenhaus entfernt werden kann. Ärzte in Krankenhäusern könnten, bevor die Batterie entfernt wird, Sucralfat benutzen. Die Forscher warnen allerdings davor, diese Substanzen zu verwenden, wenn der Verdacht auf eine Blutvergiftung bestehen sollte, bei einer Perforation der Speiseröhre oder einer Allergie gegen Honig oder Sucralfat. Gleiches gelte für Kinder unter einem Jahr, die wegen der Botulismus-Gefahr keinen Honig essen sollten.

HH

Quelle: DOI 10.1002/lary.27312

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