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Knie-Arthrose: Wie Sie mit einem angegriffenen Gelenk durch den Alltag kommen und es nebenbei schützen und stärken

 

Kniefreundlich durch den Tag

Knie-Arthrose: Wie Sie mit einem angegriffenen Gelenk durch den Alltag kommen und es nebenbei schützen und stärken

von Elke Schurr, 04.05.2018

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gelenke zeigen irgendwann Gebrauchsspuren. Ein Schicksal, das viele Menschen teilen: Gut die Hälfte der Frauen und ein Drittel der Männer über 60 leiden an einer Arthrose. Die Belastung der Jahre greift Knorpel und Knochen an. Das Knie trifft es am häufigsten. Wer eine Knieverletzung in der Vergangenheit beklagen muss, bemerkt es sogar früher. Warum aber muss der eine Schmerzen ertragen, obwohl sein Knie kaum Spuren der Zerstörung zeigt, und ein anderer marschiert munter drauflos – trotz eines Röntgenbildes, bei dem man massive Beschwerden vermuten würde? "Das bleibt noch immer ein großes Rätsel", bedauert Dr. Johannes Flechtenmacher, Orthopäde aus Karlsruhe.

 

 

 

 

 

 

"Glücklicherweise kann der Patient sein Schicksal mit der richtigen Behandlung und Mobilisierung auch selbst ein bisschen lenken." Schonen ist der falsche Weg. Der Knorpel, ein Gewebe, das weder mit Blut- noch mit Nervenbahnen durchsetzt ist und sich im Laufe der Jahre durch die Arthrose auffasert und rissig wird, muss dringend weiter ernährt werden. Und das besorgt die Schmiere im Gelenk: eine Flüssigkeit, die der empfindlichen Pufferzone zwischen den beiden Knochenflächen die notwendigen Nährstoffe liefert. Jedes Beugen, jeder Schritt bedeutet quasi ein Festmahl fürs Knie. Ärzte wie Physiotherapeuten sind sich einig: Bewegen ist das wichtigste Gebot bei Arthrose! Aber nur, wenn die Betroffenen dabei nicht falsch belasten.

 

 

 

 

 

Tipps fürs Knie-Schonen

Mit diesen Tipps kommen Sie kniefreundlich durch den Tag!

 

 

 

 

 

Bewegen, ohne zu belasten

Damit die Weichen von Anfang an richtig gestellt werden, kommt man bei Knieschmerzen um einen Besuch beim Arzt nicht herum. Anlaufschwierigkeiten morgens nach dem Aufstehen, eine gewisse Steifigkeit und dieses Gefühl, als wäre im Gelenk etwas eingeklemmt: Das sind häufig die ersten Anzeichen einer Arthrose, die den Betroffenen bald zum Arzt führen sollten.Flechtenmacher, Präsident des Berufsverbandes für Orthopädie und Unfallchirurgie und Verfechter einer möglichst konservativen, also nicht-operativen Behandlung, ist überzeugt: "Der Schlüssel zu einem schmerzarmen und weiterhin aktiven Leben ist die richtige Kombination aus Medikamenten, Krankengymnastik und Orthopädietechnik." Dafür stellt der Arzt zunächst das Stadium der Arthrose fest, um dann schnell genug gegensteuern zu können.Tobias Baierle, Physiotherapeut und Rehaleiter in der Atos-Klinik Heidelberg, kennt effektive Mittel. "Erstens: richtig trainieren, um dem Knie die nötigen stabilisierenden Muskeln zu verschaffen. Zweitens: das Gelenk weniger belasten!" Und das meint der Heidelberger Kniespezialist durchaus wörtlich: Übergewicht ist der heißeste Kandidat, wenn es um Risikofaktoren für angeschlagene Knieknorpel geht. Je mehr der Mensch wiegt, desto mehr müssen die Knie (er)tragen. "Versuchen Sie abzunehmen, wenn Sie zu schwer sind: Jedes Kilo weniger entlastet." Zudem ist das Fettgewebe noch aus einem anderen Grund der Feind des Knorpels: Forscher vermuten direkte Auswirkungen des Fetts auf den Stoffwechsel, was die Arthrose zusätzlich fördern soll.

Damit die Weichen von Anfang an richtig gestellt werden, kommt man bei Knieschmerzen um einen Besuch beim Arzt nicht herum. Anlaufschwierigkeiten morgens nach dem Aufstehen, eine gewisse Steifigkeit und dieses Gefühl, als wäre im Gelenk etwas eingeklemmt: Das sind häufig die ersten Anzeichen einer Arthrose, die den Betroffenen bald zum Arzt führen sollten.

Bewegen, ohne zu belasten

Damit die Weichen von Anfang an richtig gestellt werden, kommt man bei Knieschmerzen um einen Besuch beim Arzt nicht herum. Anlaufschwierigkeiten morgens nach dem Aufstehen, eine gewisse Steifigkeit und dieses Gefühl, als wäre im Gelenk etwas eingeklemmt: Das sind häufig die ersten Anzeichen einer Arthrose, die den Betroffenen bald zum Arzt führen sollten. Flechtenmacher, Präsident des Berufsverbandes für Orthopädie und Unfallchirurgie und Verfechter einer möglichst konservativen, also nicht-operativen Behandlung, ist überzeugt: "Der Schlüssel zu einem schmerzarmen und weiterhin aktiven Leben ist die richtige Kombination aus Medikamenten, Krankengymnastik und Orthopädietechnik." Dafür stellt der Arzt zunächst das Stadium der Arthrose fest, um dann schnell genug gegensteuern zu können. 

 

 

 

 

 

 

 

Tobias Baierle, Physiotherapeut und Rehaleiter in der Atos-Klinik Heidelberg, kennt effektive Mittel. "Erstens: richtig trainieren, um dem Knie die nötigen stabilisierenden Muskeln zu verschaffen. Zweitens: das Gelenk weniger belasten!" Und das meint der Heidelberger Kniespezialist durchaus wörtlich: Übergewicht ist der heißeste Kandidat, wenn es um Risikofaktoren für angeschlagene Knieknorpel geht. Je mehr der Mensch wiegt, desto mehr müssen die Knie (er)tragen. "Versuchen Sie abzunehmen, wenn Sie zu schwer sind: Jedes Kilo weniger entlastet." Zudem ist das Fettgewebe noch aus einem anderen Grund der Feind des Knorpels: Forscher vermuten direkte Auswirkungen des Fetts auf den Stoffwechsel, was die Arthrose zusätzlich fördern soll.

 

 

 

 

 

Doch nicht nur das Hüftgold lässt das Schutzgewebe im Gelenk ächzen. Der Knorpel mag auch keine ruckartigen oder drehenden Bewegungen: Viele Patienten sind sich der verschiedenen Fehlbelastungen im täglichen Leben kaum bewusst: "Tennis, Fußballspielen, Joggen sind zwar spannende Sportarten", so Baierle, "aber Arthrosepatienten sollten sich davon verabschieden und zu knorpelfreundlicheren wechseln!" Walking oder Radfahren etwa oder auch Aqua-Aerobic, die gelenkschonende Gymnastik im Wasser, sind prima Alternativen.

Auch im Alltag sollten Sie ein paar Tricks beachten, um die perfekte Mischung aus Entlastung und Bewegung zu erreichen. Zusätzlich rät Baierle, sich von einem Krankengymnasten Kräftigungsübungen zeigen zu lassen. "Das Wichtigste ist, dass Sie Ihre Oberschenkelmuskulatur trainieren. Das bessert die Lage Ihres Knies deutlich." 

 

 

 

 

 

 

Wer darüber hinaus unter einer Innenknie-Arthrose leidet (das ist ein Knorpelabbau an der Innenseite des Knies, der bei O-Beinen häufig vorkommt), ist zusätzlich mit einem Besuch beim Spezialschuhmacher gut beraten: Die sogenannte laterale Schuhranderhöhung übernimmt der Orthopädietechniker. "Der Druck wird durch den höheren Schuhrand von innen nach außen geleitet", erklärt der Karlsruher Gelenkspezialist. Für viele eine große Erleichterung im fehlgestellten Gelenk, was Schmerzen auch langfristig vermeiden hilft.

 

 

 

 

 

Tabletten gegen die Entzündung

Denn eine Besonderheit der chronischen Gelenkerkrankung ist für die Behandlung bedeutsam: Die Arthrose selbst tut nicht weh. Erst die Entzündung der Gelenk-Kapsel, Folge gereizter Sehnen- und Bandansätze, ist für die spürbaren Leiden verantwortlich. Gerade im Anfangsstadium der Krankheit wechseln sich längere schmerzfreie Phasen mit kürzeren Schmerzphasen ab. Während dieser sogenannten "aktivierten Arthrose" (meist über zwei bis vier Wochen) empfiehlt Baierle, das Training zu drosseln oder zu unterbrechen.

Orthopäden heben hervor, dass es genau in dieser Zeit nur Sinn hat, mit entzündungs- und schmerzstillenden Medikamenten zu behandeln. In schmerzfreien Phasen dagegen nicht! Wie lange und wie oft ein Arthrosepatient Schmerzmittel wie etwa Diclofenac, Ibuprofen oder einen anderen Wirkstoff nehmen darf, hängt von seinem Zustand und den Begleitkrankheiten ab. Er sollte deshalb nicht auf eigene Faust (be)handeln und sich immer mit seinem Arzt und Apotheker beraten, wie die Münchener Apothekerin Isolde Meyer betont. "Denn oft sprechen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, auch Nieren- oder Magenprobleme gegen eine längere Tabletteneinnahme."Grund für manch ärztlichen Versuch, durch Spritzen ins Knie, etwa mit Kortison oder  körpereigenem Blutplasma, der Entzündung wie dem Schmerz Paroli zu bieten. 

Tabletten gegen die Entzündung

Denn eine Besonderheit der chronischen Gelenkerkrankung ist für die Behandlung bedeutsam: Die Arthrose selbst tut nicht weh. Erst die Entzündung der Gelenk-Kapsel, Folge gereizter Sehnen- und Bandansätze, ist für die spürbaren Leiden verantwortlich. Gerade im Anfangsstadium der Krankheit wechseln sich längere schmerzfreie Phasen mit kürzeren Schmerzphasen ab. Während dieser sogenannten "aktivierten Arthrose" (meist über zwei bis vier Wochen) empfiehlt Baierle, das Training zu drosseln oder zu unterbrechen.

Orthopäden heben hervor, dass es genau in dieser Zeit nur Sinn hat, mit entzündungs- und schmerzstillenden Medikamenten zu behandeln. In schmerzfreien Phasen dagegen nicht! Wie lange und wie oft ein Arthrosepatient Schmerzmittel wie etwa Diclofenac, Ibuprofen oder einen anderen Wirkstoff nehmen darf, hängt von seinem Zustand und den Begleitkrankheiten ab. Er sollte deshalb nicht auf eigene Faust (be)handeln und sich immer mit seinem Arzt und Apotheker beraten, wie die Münchener Apothekerin Isolde Meyer betont. "Denn oft sprechen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, auch Nieren- oder Magenprobleme gegen eine längere Tabletteneinnahme." Grund für manch ärztlichen Versuch, durch Spritzen ins Knie, etwa mit Kortison oder körpereigenem Blutplasma, der Entzündung wie dem Schmerz Paroli zu bieten. 

 

 

 

 

 

Mehr Knorpel gibt es nicht

Doch die Methoden sind umstritten, die Studien nicht eindeutig, vom Infektionsrisiko beim Injizieren mal ganz abgesehen. Zwar machen Orthopäden im einen oder anderen Fall gute Erfahrungen damit, doch wenn überhaupt, "dann nur im Anfangsstadium einer Arthrose", wie Flechtenmacher einräumt. Ist die Arthrose weit fortgeschritten und hören die Schmerzen gar nicht mehr auf, bleibt oft nur die Knieprothese als letzte Möglichkeit. "Die Kunst des Arztes ist es", so Flechtenmacher, "den richtigen Patienten zum richtigen Zeitpunkt zur Operation zu schicken!"

Denn ein kaputter Knorpel bleibt leider kaputt. Heilungschancen sind trotz intensiver Knorpelforschung noch nicht in Sicht. Besser also mit kniefreundlichem Verhalten den Verschleiß abbremsen.    

Mehr Knorpel gibt es nicht

Doch die Methoden sind umstritten, die Studien nicht eindeutig, vom Infektionsrisiko beim Injizieren mal ganz abgesehen. Zwar machen Orthopäden im einen oder anderen Fall gute Erfahrungen damit, doch wenn überhaupt, "dann nur im Anfangsstadium einer Arthrose", wie Flechtenmacher einräumt. Ist die Arthrose weit fortgeschritten und hören die Schmerzen gar nicht mehr auf, bleibt oft nur die Knieprothese als letzte Möglichkeit. "Die Kunst des Arztes ist es", so Flechtenmacher, "den richtigen Patienten zum richtigen Zeitpunkt zur Operation zu schicken!"

Denn ein kaputter Knorpel bleibt leider kaputt. Heilungschancen sind trotz intensiver Knorpelforschung noch nicht in Sicht. Besser also mit kniefreundlichem Verhalten den Verschleiß abbremsen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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