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Meningitis: Selten aber lebensgefährlich

An einer bakteriellen Hirnhautentzündung, auch Meningitis genannt, erkranken vor allem Säuglinge und Kleinkinder. Sie schreitet wesentlich schneller voran als eine virale Meningitis, schon innerhalb von 24 Stunden nach dem Auftreten der ersten Symptome kann bereits akute Lebensgefahr bestehen. Bei welchen Anzeichen Eltern wachsam sein müssen und wie man seine Kinder davor schützen kann, erfahren Sie im aktuellen Thema der Woche.

An einer bakteriellen Hirnhautentzündung, auch Meningitis genannt, erkranken vor allem Säuglinge und Kleinkinder. Sie schreitet wesentlich schneller voran als eine virale Meningitis, schon innerhalb von 24 Stunden nach dem Auftreten der ersten Symptome kann bereits akute Lebensgefahr bestehen. Bei welchen Anzeichen Eltern wachsam sein müssen und wie man seine Kinder davor schützen kann, erfahren Sie im aktuellen Thema der Woche.

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Auslöser für eine bakterielle Meningitis sind Haemophilus influenzae Typ b, Meningokokken und Pneumokokken. Meningokokken können, wenn sie in die Blutbahn gelangen, schwere Erkrankungen wie eine Blutvergiftung und Meningitis verursachen. Pneumokokken sind für schwere Mittelohr-, Nasennebenhöhlen-, Hirnhaut- oder Lungenentzündung verantwortlich.

Zwar ist die Zahl der Infektionen im Vergleich zu anderen Kinderkrankheiten gering, für die betroffenen Familien ist dies jedoch kein Trost. Innerhalb kurzer Zeit kann eine bakteriellen Infektion lebensbedrohlich werden. Überlebende kämpfen unter anderem mit Spätfolgen wie Taubheit, Lernschwächen oder anderen kognitiven Problemen.

Folgende Symptome deuten auf Meningitis hin

Da die ersten Symptome sehr unspezifisch sind, ist eine Infektion in frühem Stadium schwer zu erkennen. Bei folgenden Anzeichen sollten Eltern jedoch nicht zögern und mit ihrem Kind sofort einen Arzt oder die Notaufnahme aufsuchen:

FieberLichtempfindlichkeitKrampfanfälleKopfschmerzenStarke SchläfrigkeitSchmerzhafte NackensteifheitGetrübte BewusstseinslageBenommenheitEinblutungen auf der HautVerweigerung der NahrungsaufnahmeKalte Hände und FüßeVorgewölbte oder harte Fontanelle

Impfung schützt vor Meningokokken und Pneumokokken

Pneumokokken und Meningokokken zählen zu den häufigsten Erregern der bakteriellen Hirnhautentzündung. Gegen beide Erreger gibt es wirksame Impfungen: Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt, Babys ab dem zweiten Lebensmonat gegen Pneumokokken impfen zu lassen.

Auch gegen Meningokokken sind Impfstoffe verfügbar. Die STIKO empfiehlt eine Impfung gegen Meningokokken C ab dem zwölften Lebensmonat. Personen mit eingeschränkter Immunfunktion oder engem Kontakt zu einem an Meningokokken Erkrankten empfiehlt die STIKO zusätzlich eine Impfung gegen die Serogruppe B. Eine generelle Empfehlung steht zurzeit noch aus.

In den Bundesländern Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern sowie in Schleswig-Holstein, Hamburg, Brandenburg, Thüringen und Bayern wird die Meningokokken-B-Impfung jedoch öffentlich empfohlen. Mehr als 60 Prozent der Krankenkassen erstatten die Kosten daher mittlerweile auf Anfrage. Eine Impfung gegen die vergleichsweise selten vorkommenden Serogruppen A, W135 oder Y wird bei gesundheitlicher Gefährdung oder bei Reisen in Risikogebiete empfohlen.

NK

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