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Ohne Verspannungen durch den Stau

Autofahrer, die im Stau stehen, bekommen oft Verspannungen und Rückenschmerzen. Mit diesen Tipps lässt sich die Zwangspause für etwas Entspannung nutzen

 

Ohne Verspannungen durch den Stau

Autofahrer, die im Stau stehen, bekommen oft Verspannungen und Rückenschmerzen. Mit diesen Tipps lässt sich die Zwangspause für etwas Entspannung nutzen

von Fabian Hoberg, 03.05.2018

 

 

 

 

Wer bei der Autofahrt ausreichend trinkt, beugt einer Dehydrierung und damit verbundenen Kopfschmerzen vor

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach aktuellen Berechnungen des ADAC summieren sich die Stunden, die Autofahrer in Deutschland im stockenden Verkehr zubringen, jährlich auf 457 000. Dabei vergeuden sie Zeit und be­lasten ihre Gesundheit. Mit ein paar Tricks lassen sich die Zwangspausen jedoch für Entspannung nutzen. 

"Wer lange Auto fährt oder im Stau steht, sollte zwischendurch die Sitzposition leicht abändern, den Körper aktivieren. Dadurch wird die Durchblutung gefördert und der Kreislauf angeregt", rät Professor Ingo Marzi, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU). Er empfiehlt kleine Übungen, die sicherheitshalber beim Stand im Stau erfolgen sollten. Dazu werden einzelne Muskelgruppen für fünf bis zehn Sekunden angespannt, ohne dass man sich dabei bewegt.

 

 

 

 

 

Durchblutung und Kreislauf mit einfachen Übungen anregen

"Armmuskeln lassen sich anregen, indem die Hände das Lenkrad fest umschließen und der Fahrer dabei die Muskeln kurz anspannt und wieder lockerlässt. Auch die Handmuskeln werden beim kurzen, festen Zupacken und wieder Loslassen am Lenkrad aktiv. Selbst das Anspannen der Kaumuskeln fördert die Durchblutung", weiß der Frankfurter Unfallchirurg Marzi. 

Gegen Nackenverspannung hilft das Rollen des Kopfes. Mit einem Katzenbuckel und anschließendem Herausstrecken der Brust entspannt sich der Körper weiter, ebenfalls durch das An- und Entspannen des Rückens. Auch ein aktives Bewegen der Schultern nach oben, vorn und hinten sowie anschließendes Lockern löst Verkrampfungen.

 

 

 

 

 

Die Rumpfmuskulatur lässt sich durch Anspannen der Beckenmuskulatur anregen. "Bei Schmerzen in den Beinen hilft es, die Füße im Stau ganz von den Pedalen zu nehmen, fest aufzutreten und die Zehen nach oben zu ziehen", sagt Marzi.

So bleiben Sie während der Autofahrt leistungsfähig

Für ein Wohlfühlklima im Auto sorgen eine Temperatur von 21 Grad und regelmäßiges Durchlüften. Dauert die Fahrt länger als zwei Stunden, rät der Experte zu Pausen von mindestens 15 Minuten – spätestens aber dann, wenn Kopfschmerzen und Müdigkeit eintreten. In diesen Unterbrechungen sollte man einige Schritte gehen und die Muskeln lockern, damit der Kreislauf nach dem langen Sitzen wieder in Schwung kommt.

 

 

 

 

 

Um leistungsfähig zu bleiben, ist es wichtig, viel zu trinken und die Beine zu bewegen. Eine ausreichende Wasserzufuhr verhindert darüber hinaus Dehydrierung und beugt Kopfschmerzen vor. Kaffee oder Energydrinks helfen dagegen nur kurzfristig gegen Müdigkeit. Auf sie verzichten Autofahrer besser, ebenso wie auf fettes und schweres Essen.

Besser mehr Zeit einplanen als ständig die Fahrspur zu wechseln

Nicht allen Staus kann man aus­weichen, doch manche lassen sich umfahren. Eine gute Planung mit anti­zyklischer Abfahrtszeit und Streckenalternativen seien dabei hilfreich, meint Michael Schreckenberg, Professor für die Physik von Transport und Verkehr an der Universität Duisburg-Essen. "Wenn Sie in einen Stau hineinfahren, sollten Sie nicht versuchen, jede Lücke zu schließen und dabei scharf zu bremsen. Dann kommt es zu einem Dominoeffekt, ein größerer Stau wird ausgelöst", sagt Schreckenberg.

 

 

 

 

 

 

Er rät davon ab, ständig die Fahrspur zu wechseln, um schneller voranzukommen. "Autofahrer denken oft, sie werden permanent überholt, da sie nur nach vorne schauen. Das stimmt aber nicht", weiß der Verkehrsexperte. Besser sei es, auf einer Spur zu bleiben und entspannt im Verkehr mit­zuschwimmen. 10 bis 20 Prozent der Staus ließen sich durch rücksichtsvolles und kooperatives Verhalten verhindern, schätzt er. 

Stress bei der Fahrt können Autofahrer nach Schreckenbergs Meinung vermeiden, indem sie sich nicht unter Druck setzen. "Heute gibt das Navi­­gations­system eine Ankunftszeit vor, die während der Fahrt meist nach hinten verschoben wird. Das setzt viele unter Stress. Wer mehr Zeit einplant, fährt deutlich entspannter", sagt Schreckenberg. Er rät, sich nicht vom Navi antreiben zu lassen. Autofahrer sollten sich mental mit dem Stau abfinden und auf Verzögerungen einstellen.

 

 

 

 

 

So entlasten Sie den Körper beim Autofahren

Für eine entspannte Fahrt sind die Sitze zwischen 100 und 110 Grad leicht nach hinten geneigt, die Mitte der Kopfstütze befindet sich etwa auf Augenhöhe. Moderne Sitze mit Lordosenunter­stützung polstern ein eventuelles Hohlkreuz aus. Bei mehrfach ­verstellbaren Sitzen lässt sich die Lehne exakt an den Rücken anpassen.

"Für richtiges Sitzen sind nur drei Dinge wichtig", erklärt der Rallye-Weltmeister Walter Röhrl. Der 70-Jährige fährt jedes Jahr noch mehrere Zehntausend Kilometer – schmerzfrei.

Abstand zu den Pedalen: den Sitz so einstellen, dass die Beine beim Durchdrücken der Pedale leicht angewinkelt bleiben, die Oberschenkel liegen locker auf dem Sitz.  Die Rückenlehne: Sie hat zum Rücken immer Kontakt. Also eher steiler als flacher einstellen. Abstand zum Lenkrad: Die Handgelenke erreichen bei ausgestreckten Armen genau den oberen Lenkkranz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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