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Rezeptfreie Arzneien richtig anwenden

Viele Beschwerden lassen sich mit Medikamenten gut behandeln, die es ohne Rezept in der Apotheke gibt. Worauf Patienten bei der Anwendung achten sollten

 

 

Viele Beschwerden lassen sich mit Medikamenten gut behandeln, die es ohne Rezept in der Apotheke gibt. Worauf Patienten bei der Anwendung achten sollten

 

von Christian Krumm, 10.04.2018

 

 

 

 

 

Wichtig: Beipackzettel genau durchlesen

Getty Images/Canopy

Tut ihnen etwas weh, fühlen sie sich krank, dann vertrauen sich viele Deutsche erst einmal ­ihrem Apotheker an. Häufig kann er den Patienten tatsächlich helfen. Mit rezeptfreien Präparaten lassen sich zahlreiche leichte Beschwerden erfolgreich lindern, ein Arztbesuch ist dann oft erst einmal nicht notwendig. ­Allein im Jahr 2016 wurden im Rahmen dieser Selbstmedikation rund 654 Millionen Packungen rezeptfreier Arzneimittel verkauft.

Auch rezeptfreie Mittel können Nebenwirkungen haben

Generell gelten diese Medikamente als gut verträglich, trotzdem lösen sie möglicherweise Nebenwirkungen aus. Das gilt auch für pflanzliche Präparate. "Manche können Allergien hervorrufen oder in höheren Dosierungen die Leber schädigen", sagt der Apotheker Dirk Lobert aus Kahla in Thüringen.

 

 

 

 

 

Apotheker Dirk Lobert

W&B/Sven Döring

Bei jeder fünften Selbstmedikation kommt es nach Angaben der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände zu Problemen. Denkbare Gründe: Das Präparat ist ungeeignet, wird zu lange eingenommen oder falsch dosiert.

Beratung ist wichtig

Umso wichtiger ist gerade bei rezeptfreien Arzneien die Beratung in der Apotheke. "Bei jeder Selbstmedikation ist sicherzustellen, dass der Patient das für ihn richtige Arzneimittel erhält, und abzuklären, ob er auch andere Arzneimittel einnimmt", betont Dr. Günther Hanke, Präsident der Landesapothekerkammer Baden-Würt­temberg. Apotheker prüfen dabei ­­unter anderem, ob die Gefahr von Unverträglichkeiten oder Wechselwir­kun­­gen mit anderen Medikamenten des Kunden besteht.

"Wir versuchen, dem Patienten möglichst viele Informationen zu entlocken, um herauszufinden, welche Therapie am besten für ihn geeignet wäre oder ob er nicht erst einmal zum Arzt gehen sollte", erläutert Lobert. Manchmal drehe sich das Blatt im Gespräch plötzlich: "Gut, dass Sie mir das gesagt haben" – diesen Satz hört der Apotheker immer wieder. 

Und schließlich gibt Lobert den Ratsuchenden wertvolle Hinweise mit, wie man das rezeptfreie Arzneimittel richtig anwendet. Denn auch im Rahmen der Selbstmedikation gibt es einige Dinge zu beachten – damit die kleinen Beschwerden schnell und zuverlässig verschwinden.

 

 

 

Häufige Beschwerden

 

 

 

 

Zeit für den Arztbesuch

Nicht immer ist Selbstmedikation sinnvoll. Deshalb ­sollten Sie dem Apotheker Ihre Beschwerden genau beschreiben. Nehmen Sie es ernst, wenn er Ihnen rät, einen­ Arzt aufzusuchen. "Auch wenn die Beschwerden ­trotz ­­Selbstmedikation innerhalb von drei bis vier Tagen nicht nachlassen, ist der Arzt der richtige Ansprech­partner", sagt Lobert. Das gilt auch, wenn sich die ­­Symptome verschlimmern oder neue hinzukommen.

Gegenanzeigen beachten

Nicht jedes rezeptfreie Arzneimittel eignet sich für ­jeden. Manche Präparate dürfen zum Beispiel nicht ­während einer Schwangerschaft oder bei bestimmten Vorerkrankungen eingenommen werden. Oder sie ­passen nicht zu den Medikamenten, die man aufgrund einer chronischen Erkrankung dauerhaft einnehmen muss. Daher gilt: den Beipackzettel lesen und ­­gegebenenfalls den Apotheker fragen.

Richtige Dosierung wählen

Beachten Sie die Angaben zur optimalen Dosierung. Denn viel hilft nicht immer viel. Im Gegenteil: Das Risiko für unangenehme oder gar gefährliche Nebenwirkungen steigt mit der Menge. "Wer dagegen zu zögerlich dosiert, ­­riskiert, dass das Medikament nicht ausreichend oder gar nicht wirkt", sagt Apotheker Lobert. Mög­licher­weise kommt es dann nur zu Nebenwirkungen, aber nicht zu einer Linderung der eigentlichen Beschwerden.

Rat des Apothekers einholen

Sosehr der Nachbar auch von dem Medikament schwärmt, das ihm einst gut geholfen hat: Es ist nicht unbedingt auch für Sie die richtige Arznei. Lassen Sie sich in der Apotheke ­beraten. "Je nach Alter, Ausmaß der Beschwerden und Lebens­situation gibt es womöglich ein viel besseres oder sogar günsti­­geres ­Präparat für Sie", sagt Lobert.

 

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Richtig lagern und entsorgen

Bewahren Sie Medikamente gemäß den Angaben im Beipackzettel auf. Nach Anbruch sind viele Mittel nur noch für eine begrenzte Zeit haltbar – das gilt vor allem für Cremes, Augentropfen, Nasensprays und Säfte.

Notieren Sie das Anbruchdatum auf der Verpackung, und entsorgen Sie das Präparat nach der Therapie.

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