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Trainingslager fürs Gehirn

Die grauen Zellen fit zu halten, ist einfacher als Sie denken. Zum Beispiel mit diesen Tipps, die wir mit der österreichischen Gedächtnisweltmeisterin Dr. Luise Maria Sommer zusammengestellt haben

 

Trainingslager fürs Gehirn

Die grauen Zellen fit zu halten, ist einfacher als Sie denken. Zum Beispiel mit diesen Tipps, die wir mit der österreichischen Gedächtnisweltmeisterin Dr. Luise Maria Sommer zusammengestellt haben

von Dr. Antje Kunstmann, 20.04.2018

 

 

 

 

Wer seine geistige Fitness verbessern will, kann ein paar einfache Tricks befolgen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Entscheiden Sie sich 

"Die wichtigste und größte Herausforderung: Schenken Sie Ihrer Umwelt Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit", sagt Dr. Luise Maria Sommer. Den größten Verführer in Sachen Ablenkung tragen die meisten von uns ständig bei sich; durchschnittlich alle 18 Minuten schauen wir aufs Smartphone. In einer Studie der University of Texas schnitten Menschen in Gedächtnistests selbst dann schlechter ab, wenn ihr Handy nur ungenutzt neben ihnen auf dem Tisch lag oder im Rucksack steckte. Also gleich weg damit ins nächste Zimmer. "Auch ich kann mir zum Beispiel nicht automatisch Namen merken, wenn ich auf neue Menschen treffe", so Luise Sommer. "Aber: Ich will mir diesen Namen merken, und deswegen schenke ich diesem Menschen meine ungeteilte Aufmerksamkeit."

Klettern Sie auf Bäume 

Immer wenn unsere Muskeln arbeiten, werden Nerven-Wachstumsfaktoren produziert: Jede Bewegung bringt das Denkorgan weiter. Noch effektiver: Aktivität, die gleichzeitig die Balance herausfordert. Dabei führt das Gehirn Signale von Augen, Gleichgewichtsorgan und Muskulatur zusammen und veranlasst Ausgleichsbewegungen. Auf Bäume zu klettern steigert die Kapazität des Arbeitsgedächtnisses innerhalb von zwei Stunden um 50 Prozent, so eine US-Studie. Weniger halsbrecherisch trainieren Sie Ihr Gehirn mit Übungen auf dem Trampolin, beim Yoga oder Tanzen. Oder Sie machen es wie Luise Sommer, die beim Zähneputzen je eine Minute auf nur einem Bein steht.

 

 

 

 

 

Vertrauen Sie Ihrem Gedächtnis 

"Das, was ich kann, kann jeder lernen", sagt Luise Sommer. Sie kann sich 200 Ziffern in fünf Minuten einprägen. Etwas weniger sportlich, aber gut machbar: wichtige Telefonnummern auswendig lernen. Das funktioniert, wenn man sich zu jeder Ziffer ein Bild überlegt und zu einer buchstäblich "merkwürdigen" Geschichte kombiniert. Oder Sie lassen den Einkaufszettel zu Hause und nutzen die sogenannte Loci-Methode. Dabei dienen zum Beispiel Körperteile von unten bis oben — also Zehen, Knie, Po, Taille, Brust etc. — als Anker, an die man alles, was man kaufen will, bildlich heftet: Ins warme Brot bohrt man die Zehen, die Tomaten zerquetscht man mit den Knien, die Nase steckt man ins Mehl usw. Zur Beruhigung: Auch eine Gedächtnisweltmeisterin vergisst mal was. "Das ist doch nur menschlich", sagt Luise Sommer. 

 

 

 

 

 

Denken Sie nichts 

Unser Gehirn kann nur optimal arbeiten, wenn es auch mal Pause hat. Deswegen sollten wir nicht nur nachts, sondern auch tagsüber ab und zu in den geistigen Leerlauf schalten. Zum Beispiel mit Meditation. Eine Studie der University of North Carolina konnte nachweisen, dass Menschen schon nach vier Tagen mit jeweils einer kurzen Meditationseinheit in kognitiven Tests besser abschneiden. Für alle Einsteiger empfiehlt Luise Sommer die sogenannte One-Moment-Meditation von Martin Boroson, bei der man sich eine Minute lang auf den eigenen Atem konzentriert. Regelmäßiges Meditieren macht übrigens auch gelassener. Und das tut wiederum unserem Gehirn gut, denn Stresshormone blockieren dort Regionen fürs Gedächtnis.

 

 

 

 

 

Knacken Sie Nüsse 

Es gibt zwar kein Lebensmittel, das uns klüger macht. Aber das, was wir auf dem Teller haben, beeinflusst unser Gehirn. Immerhin ist es mit Abstand der größte Energiefresser unseres Körpers. Besonders günstig ist die traditionelle Ernährungsweise der Mittelmeerländer mit viel Gemüse, Obst, Fisch und gesundem Olivenöl. Sie bremst laut Studien den geistigen Abbau im Alter. Auch Nüsse, vor allem Walnüsse, sind unter anderem wegen ihrer  B-Vitamine perfektes "Brainfood". Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine Handvoll pro Tag. Allerdings nicht zusätzlich zu dem, was man sonst isst. Nüsse haben viele Kalorien!

 

 

 

 

 

 

Tanzen Sie aus der Reihe

Unser Hirn ist ökonomisch: Was wir nicht nutzen, wird abgebaut. Um Nervenverbindungen zu bewahren, zu stärken und neue aufzubauen, müssen wir uns deswegen immer wieder geistig auf Abwege begeben. Schmieren Sie zum Beispiel einfach mal mit der anderen Hand Ihr Brot. Kaufen Sie eine Zeitung, die Sie sonst nicht lesen. Versuchen Sie eine Meinung nachzuvollziehen, die eigentlich nicht die Ihre ist. Oder Sie wählen größere Herausforderungen und lernen ein Instrument, frischen eine Fremdsprache auf oder beschäftigen sich mit digitaler Bildbearbeitung. "Wichtig ist, nicht zu hohe Ansprüche zu entwickeln", sagt Luise Sommer. Und sich bloß zu nichts zu zwingen. "Man lernt besser und ausdauernder, wenn man mit Freude dabei ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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